translated Romanian-German

VIVAT! CRESCAT! FLOREAT!

POSTED IN translated Romanian-German June 13, 2013

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Trecut-au anii

Trecut-au anii ca nori lungi pe sesuri
Si niciodatã n-or sã vie iarã,
Cãci nu mã-ncîntã azi cum mã miscarã
Povesti si doine, ghicitori, eresuri,

Ce fruntea-mi de copil o-nseninarã,
Abia-ntelese, pline de-ntelesuri –
Cu-a tale umbre azi în van mã-mpresuri,
O, ceas al tainei, asfintit de sarã.

Sã smulg un sunet din trecutul vietii,
Sã fac, o suflet, cã din nou sã tremuri
Cu mîna mea în van pe lirã lunec;

Pierdut e totu-n zarea tineretii
Si mutã-i gura dulce-a altor vremuri,
Iar timpul creste-n urma mea… mã-ntunec !

Dahin die Jahre …

Dahin die Jahre, wolkengleich entschwunden,
Um mir zurückzukehren niemals wieder,
Nicht mehr verzaubern mich wie einst die Lieder,
Mären und Sagen, Doinen, Volkes Kunden,

Die auf die Kinderstirn sich senkten nieder
Bedeutungsschwer, ihr Sinn noch kaum gefunden –
Deiner Magie, ach, lange schon entbunden,
O Stunde voll Geheimnis, Abendfriede.

Zu zwingen mir das Lied vergangner Zeiten,
Zu lassen, Seele, dich aufs neu erbeben,
Schlägt meine Hand vergebens nun die Leier;

Verloren in der Jugend Himmelsweiten
Nun stumm dein süßer Mund, verschollnes Leben,
… wächst über mich der Jahre dunkler Schleier !

 

Mihail Eminescu

Pro Arte II

POSTED IN translated Romanian-German December 18, 2012

 
 
 
Eu scriu
Si, poate,
Tradez
O criza morala,
Fara s-o stiu, –
Ar obiecta
Cititorul.
Manânc
Ca sa traiesc.
Scriu
Sa ma destept.
– Contagiul
De tristul meu moral,
Stimate cititor,
Uita-l, –
Dupa alte carti.
Ich schreibe
Und offenbare
Vielleicht
Eine moralische Krise,
Ohne es selbst zu wissen –
Würde der Leser
Entgegnen.
Ich esse
Um zu leben.
Ich schreibe
Um zu erwachen.
Die Ansteckung
Durch meine traurige Stimmung,
Vergiss sie,
Verehrter Leser –
Nach anderen Büchern.

 

George Bacovia

Umbra / Der Schatten

POSTED IN translated Romanian-German December 12, 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
Umbra

Ma prafuise timpul dormind peste hârtii…
Se întindea noianul de unde nu mai vii;
O umbra, în odaie, pe umeri m-apasa –
Vedeam ce nu se vede, vorbea ce nu era.

– Poti sa te culci, e ora si noaptea-ntârziata,
Vei scrie, alta data, orice, si tot nimic.
O umbra esti acuma, si pot sa te ridic,
Lasând odaia goala, si lampa afumata…

Der Schatten

Die Zeit bestäubte mich, als auf Papiern ich schlief…
Es tat sich auf  der Abgrund, aus dem man keinen rief;
Ein Schatten  mir im Zimmer die Schultern niederdrückt’-
Ich sah, was man nicht sehn kann, es sprach, was es nicht gibt.

– Du kannst dich schlafenlegen, die Stund ist fortgehetzt,
Kannst andermal auch schreiben , was immer, ist  auch nichts.
Ein Schatten bist, ich trag dich davon rasch wie ein Blitz,
Das Zimmer leer verlassend, die Lampe rauchgeschwärzt…

 

George Bacovia 

Singur / Allein

POSTED IN translated Romanian-German December 8, 2012

 
 
 
Allein

In Fluten Sterne fallen, weiss, kristallen,
Und in der Nacht, erfüllt von Sünden, schneit es;
Am Herd, in dem noch glimmen schwach die Scheite,
Ist heut mein letzter Traum in Nichts zerfallen.

Die Flocken aus der Eisnacht niederwallen…
Und, einsam, du erbebst von neuem, Seele-
Und in den Herd, die Glut, die man sieht schwelen
Die Tränen langsam fallen, rosa und kristallen.

Singur

Potop, cad stele albe de cristal
Si ninge-n noaptea plina de pacate;
La vatra-n para ce abia mai bate
Azi a murit si visul meu final.

Si ninge-n miezul noptii glacial…
Si tu iar tremuri, suflet singuratec,
Pe vatra-n para slaba, in jaratec,
Incet, cad lacrimi roze, de cristal.

 

George Bacovia

Sonet / Sonett

POSTED IN translated Romanian-German October 5, 2012

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sonet

E-o noapte uda, grea, te-neci afara.
Prin ceata – obosite, rosii, fara zare
Ard, afumate, triste felinare
Ca intr-o crisma umeda, murdara.

Prin mahalali mai neagra noaptea pare
Sivoaie-n case triste inundara
S-auzi tusind o tuse-n sec, amara
Prin ziduri vechi ce stau in darimare,

Ca Edgar Poe ma reintorc spre casa,
Ori ca Verlaine, topit de bautura
Si-n noaptea asta de nimic nu-mi pasa.

Apoi, cu pasi de-o nostima masura,
Prin intunerec bijbiiesc prin casa,
Si cad, recad, si nu mai tac din gura.

Sonett

Die Nacht so schwer und feucht, man könnt ertrinken.
Im Nebel – müde, rot, kaum noch ein Blinken.
Trübselig, blakend die Lanternen glimmen,
Als ob man sich in ekler Kneipe finde.

In tiefres Schwarz die Vorstadt scheint zu sinken…
Auf Dächer trist sich Regengüsse schwingen-
Und bittren, trocknen Husten hört man klingen
Durch Wände, knarrend einsturzreif im Winde,

Wie Edgar Poe ich nun nach Hause wanke,
Oder wie Paul Verlaine, vom Suff bezwungen,
An nichts verliert sich heut noch mein Gedanke,

Drollingen Schritts bin ich dann eingedrungen
Ins finstre Haus, wenn auch ein wenig schwankend,
Und stürz, stürz wieder, red wirr mit dem Munde.

 

George Bacovia

Lacustra / Pfahlbauten

POSTED IN translated Romanian-German October 4, 2012

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lacustra

De-atitea nopti aud plouind,
Aud materia plingind…
Sunt singur, si mă duce un gând
Spre locuintele lacustre.

Si parca dorm pe scinduri ude,
In spate mă izbeste-un val —
Tresar prin somn si mi se pare
Ca n-am tras podul de la mal.

Un gol istoric se intinde,
Pe-aceleasi vremuri mă gasesc…
Si simt cum de atita ploaie
Pilotii grei se prabusesc.

De-atitea nopti aud plouind,
Tot tresarind, tot asteptind…
Sunt singur, si mă duce-un gând
Spre locuintele lacustre.

Pfahlbauten

Seit soviel Nächten hör ichs regnen,
Kann die Materie weinen hören…
Allein bin ich, es führt mein Denken
Zurück mich zu den Pfahlbau-Häusern.

Mir ist, ich schlaf auf feuchten Bohlen,
Von hinten eine Wog mich schlägt-
Ich fahre auf im Schlaf, mir scheint es
Dass ich nicht fortzog heut den Steg.

Historisch-leer der Raum sich breitet,
Stets in derselben Zeit ich bin…
Und spüre wie vom vielen Regnen
Am Hinstürzen die Pfeiler sind.

Seit soviel Nächten hör ichs regnen,
Erschauernd ewig, wartend ewig…
Allein bin ich, es führt mein Denken
Zurück mich zu den Pfahlbau-Häusern…

 

George Bacovia

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